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Welcher Job-Typ bist Du?

Es gibt unterschiedliche Job-Typen, welcher bis du?

Welcher Job-Typ bist Du?

Welcher Job-Typ bist du oder was motiviert dich grundsätzlich zur Arbeit im Allgemeinen ist eine Frage, die immer wieder in den Diskussionen zwischen meinen Kunden und früher mit den Kollegen und Kolleginnen aufgetaucht ist. Dabei haben wir immer intuitiv gesehen, dass es irgendwie unterschiedliche “Arbeiter”-Typen gibt. Jeder sieht seine eigene Arbeit bzw. Beschäftigung als etwas anderes. Es gibt da Menschen, die ganz still und ruhig ihrem Job nachgehen und ihre Sollstunden abarbeiten – ihre Arbeit Leistung aber auch nicht mehr. Auf der Anderen Seite gibt es diejenigen, die sich auf die eine oder andere Weise mit dem Job identifizieren und unter Umständen Stundenlang dort verbringen und ihr gesamtes Leben nach dem Job ausrichten. Uns alle motivieren halt unterschiedliche Aspekte.

In einem Buch von Dr. Petra Bock unter dem Titel “MINDFUCK JOB” habe ich eine interessante Systematik wie wir die unterschiedlichen Arbeitstypen strukturieren können. Abhängig von unserer Grundmotivation zur Arbeit ergeben sich unterschiedliche Arbeitstypen. 

Entsprechend der Typen leiten sich auch relevante grundsätzliche Handlungsempfehlungen wie du deine Arbeitssituation besser (geeigneter) für dich persönlich langfristig gestalten kannst.

Lese dir die Typen durch und überlege gut welche Typ du tendenziell bist. Reflektiere die Beschreibung mit deiner aktuellen beruflichen Situation und mit deinen eventuellen zukünftigen Plänen. Du bekommst dadurch mehr Klarheit in welche Richtung du dich tendenziell hin entwickeln kannst.

Die folgenden sechs Arbeitstypen sind alles gleich wert und keine ist besser oder schlechter. Das ist wichtig zu merken:

    1. Es gibt Menschen deren bei der Arbeit vor allem darum geht ihre Existenz zu sichern, ihr Lebensunterhalt zu verdienen. Die Arbeit ist für sie Mittel zum Zweck das Geld zu verdienen. Die Arbeit hat keinen höheren Sinn oder Zweck und muss auch keine Erfüllung bringen – sie soll lediglich da sein, da man von etwas leben muss. Den Sinn, Erfüllung und Freude beziehen diese Menschen auf völlig anderen Bereichen, sei es Familie, Hobby, Ehrenamtliche Tätigkeiten, Sport, oder ähnliches. Vielleicht brauchen sie sonst nur ihre Ruhe im Garten oder auf dem Sofa. Wo auch immer sie ihre Energie und Lebensfreude schöpfen die Arbeit ist dafür da die Existenz zu sichern. In der Systematik nennen wir die Menschen “Existenz-Arbeiter”. Der Existenz-Arbeiter sagt sich: mir ist wichtig meinen Lebensunterhalt zu verdienen. Die Arbeit bedeutet mir sonst nichts. Es gibt andere Bereiche im Leben, die mehr für mich zählen.
    1. Weitere Gruppe setzt sich aus Menschen, die sich mit der Arbeit einen guten Lebensstandard leisten möchten. Sie wollen mehr als einfach genug zum Leben zu haben. Dr. Bock nennt sie die “Lifestyle-Arbeiter” und teilt sie in zwei weitere Untergruppen:
        • “Klassischer Lifestyle-Arbeiter” – diese Menschen wollen sich mit der Arbeit einen hohen Lebensstandard sichern. Sie möchten sich etwas leisten können. Wenn sie in den Urlaub fahren und in den Möbelhaus möchte ein klassischer Lifestyle-Arbeiter nicht auf den Preisschild schauen. Auch regelmäßiges Essen gehen sollte nicht vom Preis/Kosten abhängig sein. Das Einkommen ist ihnen sehr wichtig. Sie haben ein gutes Gefühl wenn sie sich viel leisten können und sind dafür bereit auch sehr viel zu arbeiten und für die Arbeit hohen Aufwand aufzubringen. Erfolg bedeutet sich ihr erträumtes Leben leisten zu können. Sie brauchen das für sich und nicht um andere damit zu beeindrucken. Ein Klassischer Lifestyle-Arbeiter sagt: Ich arbeite viel und ich möchte mir dafür ein tolles Leben leisten können, das macht mir Spaß – es ist mir wichtig nicht auf Preise achten zu müssen
        • “Postmoderne Lifestyle-Arbeiter” schätzen vor allem Freiheit und Flexibilität. Sie möchten ungerne durch die Zwänge die geregelten Arbeitswelt eingeschränkt werden. Die Abwechslung ist ihnen sehr wichtig. Genauso wie die Möglichkeit eigenen Interessen nachzugehen. Sie fühlen sich schlecht in den steifen Strukturen und tun sich schwer damit sich auf eine Sache festzulegen. Sich vorzustellen etwas Jahrelang machen zu müssen klingt für sie wie ein Urteil. Das Einkommen ist den auch wichtig aber erst muss das Bedürfnis nach Freiheit gestillt werden. Erfolg bedeutet selbstbestimmt und frei sein Leben zu gestalten. Er oder sie möchte unabhängig sein. Freiheit ist sein Höchster Wert. Er oder sie möchte seinen Interessen folgen und da arbeiten wo es für ihn oder sie passt. Sie mögen keine geregelte und festgelegte Arbeitsnormen. Sie wollen auf keine Organisation hören, die sagt was sie zu tun und zu lassen sollen.
    1. Die dritte Art kennen wir intuitiv sehr gut. Es sind Menschen, die den gesellschaftlichen Status sehr schätzen. Sie wollen etwas darstellen, einen guten Ruf haben und etwas gelten. Der Erfolg hat viel mit Anerkennung zu tun. Die Leute mögen Statussymbole. Sie schätzen sehr hohes Einkommen und kaufen sich dafür gerne Dinge, die sie mit Status verbinden: teuere Autos, Schmuck, private Schulen. Sehr oft ist für die Leute auch Macht und Einfluss sehr wichtig. Bei manchen kann auch sein, dass das Geld an sich ihnen nicht so wichtig ist aber der eigene Einfluss & Macht und Anerkennung spielen eine führende Rolle. Diese Gruppe nennen wir die “Status-Arbeiter”.
    2. Die weitere Gruppe bilden Menschen für die ihre Berufung am wichtigsten ist. Sie haben für sich eine Lebensaufgabe entwickelt und folgen diesem Weg. Status und Geld sind für die Gruppe nebensächlich. Die Berufung erfüllt sie und macht für sie den Sinn. Wenn sie etwas für die Berufung tun können dann machen sie das. Der Lebensunterhalt ist für die Menschen natürlich auch relevant und sie würden gerne viel Geld damit verdienen aber viel wichtiger ist es sich am besten ganz und gar mit dem Objekt eigener Berufung zu beschäftigen und auseinander zu setzen. Solange es noch etwas zum Lebensunterhalt abwirft ist es für sie OK. Sie wollen sich hauptberuflich damit beschäftigen, was sie als ihre Lebensaufgabe und größtes Interessensfeld sehen – dann sind sie glücklich.
    3. Letzte Gruppe sind die “Visions-Arbeiter”. Diese haben für sich eine Lebensvision bzw. Mission gefunden. Sie haben eigene Ziele in ihrem Berufsleben und sind damit stark identifiziert. Die Erfüllung ihrer Mission hat für sie und möglicherweise für andere Menschen einen hohen Wert. Sie wollen kreieren oder neuerschaffen, eine Spur hinterlassen (wie Steve Job bescheiden meinte, er wollte mit Apple “eine Delle ins Universum schlagen”).

Und? Erkennst Du dich wieder? Oder bist Du ein Mix aus 2-3 Typen?

Alle diese Gruppen finden wir in allen Berufen und Branchen, sowohl bei Unternehmen als auch bei den Angestellten. Keine der Gruppen ist besser oder schlechter und keine ist für bestimmte Berufsgruppe spezifisch. Ich selbst hatte als Mitarbeiter in einem Team oder sogar in meinem Vorzimmer-Team Mitarbeiterinnen die das gleiche taten. Bei gleicher Tätigkeit war die eine Existenz-Arbeiter und die andere Status-Arbeiter (du kannst dir vorstellen, dass ich dabei auch öfter als Mediator meine Führungsrolle übernehmen musste…).

Wie immer kann es sein, dass du Anteile von mehreren Typen in dir trägst – vielleicht hast du in dir unterschiedliche Motivationen im Bezug auf die Arbeit. Du wirst jedoch dich bestimmt mit einem der Typen besonders gut identifizieren können. Es ist wichtig dabei, dass du dein Ausgangspunkt – deinen wichtigsten Motiv- identifizierst. Wenn du dich in mehreren Typen wiederfindest, dann stell dir einfach die jeweilige Anteile in übertriebenen Ausprägungen vor und höre auf dich: womit könntest du nicht leben oder was zieht dich am stärksten an. Z.B. ich bin ein Mix von Klassischem und Postmodernem Lifestyle-Typ sowie von Visions-Arbeiter. Wenn ich mir aber vorstelle sehr viel Geld zu haben und meine Vision dabei verfolgen zu können ABER ich habe keine Freiheit und Selbstbestimmung oder es gibt einen Chef/Vorgesetzten, der mir sagt wie ich das mache und wann ich dabei frei nehmen darf dann ist es für mich nicht akzeptabel. Deswegen weiss ich, dass ich ein Postmoderner Lifestyle-Arbeiter bin – ich brauche die Selbstbestimmung. Die Vision und hohes Einkommen müssen dem erst folgen.

Es ist exorbitant wichtig den Ausgangspunkt zu finden. Damit hast du einen Indikator wo du passt, und wo du ggf. mit deiner Einstellung / Motivation / Fähigkeiten fehl am Platz bist. Wenn du ein Pinguin wärest dann solltest du dir als Arbeitswelt eher keinen Wald suchen wo du klettern musst um Schutz und Fressen zu finden. Dein Milieu ist Eis und viel Wasser wo du alle deine Stärken (im Wald waren das Schwächen) excellent nutzen kannst.

Wichtig ist auch, dass du zu deinem Typ und zu deinen Motiven und Bedürfnissen stehst. Akzeptiere es und lebe danach. Wenn sich die Motive oder Bedürfnisse ändern oder du neue entdeckst dann Prima – das ist die Entwicklung. Aber etwas neues oder echtes in dir kannst du nur dann entdecken wenn du auf dich hörst und auch dementsprechend handelst. Erlaube dir du selbst zu sein:

  • Wenn es für dich wichtig ist genug zum Leben zu haben dann höre auf irgendwelche fremde Ziele von Karriere, Geld oder weltbewegender Berufung zu folgen. Du brauchst es nicht und muss dabei kein schlechtes Gewissen haben. Arbeite dort wo der Job für dich angenehm ist, Geld abwirft und du dich wohl mit den Menschen fühlst. Und wenn du dich außerhalb der Arbeit Entwickeln, Realisieren oder in die Sonne schauen willst dann tue es – es ist gut so.
  • Wenn dir ein gutes und angenehmes Leben wichtig ist und du dir etwas leisten willst dann akzeptiere keine Jobs die es aus finanzieller Sicht nicht liefern können. Hast du Träume, die finanzielle Kapazitäten voraussetzen dann arbeite dran deine finanzielle Situation zu verbessern. Investiere in deine Fähigkeiten und Expertise sowie Netzwerke. Erweitere stetig deine Kompetenzen und den Verantwortungsbereich. Kümmere dich um Beförderung wenn es für dich wichtig ist.
  • Wenn du der Freiheit- und Selbstbestimmung Anhänger bist dann macht es keinen Sinn sich in Jobs zu quälen, die Einschränkungen von dir abverlangen. Finde heraus in welchen Berufen mit deinen Fähigkeiten du die Freiheit in deiner Form ausleben kannst. Oder erschaffe selbst einen Beruf in dem du ein Business aufbaust wo du alles nach deinem Ermessen gestalten kannst. Nimm dir einen Coach oder erfahrenen Mentor zur Seite und plane es und vor allem … geh in die Umsetzung, auch mit kleinen Schritten aber fang an umzusetzen. Kleine Umsetzungsschritte geben dir viel mehr Erfahrung und Selbstbewusstsein als monatelange Recherche und theoretische Vorbereitungen
  • Steh dazu wenn dir Status wichtig ist. Du kannst ruhig das eventuelle schlechte Gewissen weg lassen. Solange du niemanden anderen schadest oder erniedrigst ist es nichts schlimmes daran am Status oder Einfluss interessiert zu sein. Baue deinen Einfluss konsequent aus. Halte Ausschau nach den Chancen und nutze sie für deine Karriere und Position.
  • Deine Berufung ist dein Leben also lehne Kompromisse ab, die dich von deiner Berufung abbringen. Lass deine Berufung zum zentralem Punkt in deinem Leben werden und lasse dich auf Tätigkeiten ein, die dich dahin führen. Wenn es noch langer Weg ist um deine Berufung zu leben (Qualifikationen, andere Voraussetzungen, Lebensumstände, etc.) dann mache dir ein Plan wie du dahin kommen kannst und fange direkt mit konkreten Aktivitäten an um den Plan zu realisieren. Was kannst du schon heute (auch wenn es winziger Schritt ist) für deine Berufung TUN?
  • Du bist ein Visionär oder du hast deine persönliche Vision für dich und dafür was du auf die Beine stellen willst. Nutze alle deine Ressourcen dafür deine Spuren zu hinterlassen. Nutze deine Kreativität, deine Stärken, dein Netzwerk und sammle Mut und Energie für dein Ziel. Lass dich nicht einschüchtern und höre nicht auf Menschen, die dich nicht verstehen. Lass dich nicht von ihren Ängsten beeinflussen. Spreche und tausche dich mit Menschen aus, die deine Vision verstehen und unterstützen. Gib alles für dein Vorhaben aber so, dass du dich selbst nicht gefährdest. Beim Sport ist die Regenerationsphase genauso wichtig wie die Belastungsphase. Der Leistungszuwachs passiert in der Regenerationsphase. Auf die Balance kommt es an. Achte auf die Erholungsphasen und nutze sie für dich und deine Vision als Zeit für Kreativität (die besten Ideen sind nur einmal unter der Dusche zu uns gekommen ;-))

Meine persönliche Selbsteinschätzung

Ich persönlich finde mich am stärksten im Typ “Postmoderner Lifestyle-Arbeiter”. Das habe ich aber tatsächlich erst durch Arbeit an mir und durch das Coaching reflektiert. Früher lebte ich stark im Modus “Klassischer Lifestyle-Arbeiter”. Es passte soweit – es hat sich auch so als der “vernünftiger” Weg entwickelt. Die finanzielle Sicherheit und sich etwas mehr leisten zu können ist mir nach wie vor wichtig. Ich mochte gerne nicht immer auf die Preise schauen zu müssen. Ich will mir grundsätzlich keine große Gedanken über das Geld machen zu müssen. Das alles stimmt.

Und trotzdem war ich zeitlang unglücklich. Ich habe mich wie “im falschen Film” gefühlt – es war irgendwie nicht mein Leben und ich habe das viele Geld eigentlich nicht großartig wertgeschätzt. Es war da, aber ich hatte das Gefühl ich kann mir dafür nichts kaufen was mich glücklicher macht – im Gegenteil, immer stärker war das Gefühl da, dass dieses viel Geld mit einem sehr hohen Preis (Arbeitsaufwand und damit verbundene Einschränkungen) gekauft wurde, was mir nicht wert war.

Als ich verstand, dass die Freiheit und Selbstbestimmung für mich am allerwichtigsten sind habe ich mich getraut mein Leben danach auszurichten (Coaching Ausbildung, Netzwerken, Planung, Finanzplan, Selbständigkeit, etc.). Es folgten die Taten, die mein Leben in Richtung Postmoderner Lifestyle weiterentwickeln sollen. Und das hat mich glücklich gemacht. Ich habe immer noch das Einkommen stark im Visier und plane das auch mit dem Selbstbestimmter Arbeitsweise wieder zu erreichen, aber das Geld und finanzielle Situation haben definitiv nicht mehr das Prio 1 in meinem Leben. In dem Moment wo ich mich “befreit” habe (habe angefangen auf mich zu hören) kam dazu noch ein interessanter “Neben”-Effekt dazu – ich habe meine “Vision” gefunden, diese entwickelt sich noch und ist nicht spruchreif aber durch echte Änderungen in meiner Arbeitsweise und dadurch, dass ich mein Leben lebe und mein echtes Potenzial entfalte nimmt eine Vision für mein Lebensziel ein konkretes Gestalt und das ist eine unheimliche Motivation um weiter zu machen.

Finde auch Du deine Motive und sei dir deinen Bedürfnissen bewusst und stehe dazu.

Du hast verdient dein eigenes Leben zu leben.

Das wünsche ich dir hier auch vom ganzen Herzen

BRAUCHST DU HILFE?

Falls du eine Vorlage für die Mail/Nachricht an deine Freunde oder Bekannte brauchst, dann schreibe mir einfach eine Mail, idealerweise mit dem Grund warum du deine Stärken ermitteln möchtest. Ich erstelle für dich einen Vorschlag basierend auf deinem Anliegen und meiner Erfahrung.

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