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Welcher Job-Typ bist Du?

Welcher Job-Typ bist Du?

Es gibt unterschiedliche Job-Typen, welcher bis du?

Welcher Job-Typ bist Du?

Welcher Job-Typ bist du oder was motiviert dich grundsätzlich zur Arbeit im Allgemeinen ist eine Frage, die immer wieder in den Diskussionen zwischen meinen Kunden und früher mit den Kollegen und Kolleginnen aufgetaucht ist. Dabei haben wir immer intuitiv gesehen, dass es irgendwie unterschiedliche “Arbeiter”-Typen gibt. Jeder sieht seine eigene Arbeit bzw. Beschäftigung als etwas anderes. Es gibt da Menschen, die ganz still und ruhig ihrem Job nachgehen und ihre Sollstunden abarbeiten – ihre Arbeit Leistung aber auch nicht mehr. Auf der Anderen Seite gibt es diejenigen, die sich auf die eine oder andere Weise mit dem Job identifizieren und unter Umständen Stundenlang dort verbringen und ihr gesamtes Leben nach dem Job ausrichten. Uns alle motivieren halt unterschiedliche Aspekte.

In einem Buch von Dr. Petra Bock unter dem Titel “MINDFUCK JOB” habe ich eine interessante Systematik wie wir die unterschiedlichen Arbeitstypen strukturieren können. Abhängig von unserer Grundmotivation zur Arbeit ergeben sich unterschiedliche Arbeitstypen. 

Entsprechend der Typen leiten sich auch relevante grundsätzliche Handlungsempfehlungen wie du deine Arbeitssituation besser (geeigneter) für dich persönlich langfristig gestalten kannst.

Lese dir die Typen durch und überlege gut welche Typ du tendenziell bist. Reflektiere die Beschreibung mit deiner aktuellen beruflichen Situation und mit deinen eventuellen zukünftigen Plänen. Du bekommst dadurch mehr Klarheit in welche Richtung du dich tendenziell hin entwickeln kannst.

Die folgenden sechs Arbeitstypen sind alles gleich wert und keine ist besser oder schlechter. Das ist wichtig zu merken:

    1. Es gibt Menschen deren bei der Arbeit vor allem darum geht ihre Existenz zu sichern, ihr Lebensunterhalt zu verdienen. Die Arbeit ist für sie Mittel zum Zweck das Geld zu verdienen. Die Arbeit hat keinen höheren Sinn oder Zweck und muss auch keine Erfüllung bringen – sie soll lediglich da sein, da man von etwas leben muss. Den Sinn, Erfüllung und Freude beziehen diese Menschen auf völlig anderen Bereichen, sei es Familie, Hobby, Ehrenamtliche Tätigkeiten, Sport, oder ähnliches. Vielleicht brauchen sie sonst nur ihre Ruhe im Garten oder auf dem Sofa. Wo auch immer sie ihre Energie und Lebensfreude schöpfen die Arbeit ist dafür da die Existenz zu sichern. In der Systematik nennen wir die Menschen “Existenz-Arbeiter”. Der Existenz-Arbeiter sagt sich: mir ist wichtig meinen Lebensunterhalt zu verdienen. Die Arbeit bedeutet mir sonst nichts. Es gibt andere Bereiche im Leben, die mehr für mich zählen.
    1. Weitere Gruppe setzt sich aus Menschen, die sich mit der Arbeit einen guten Lebensstandard leisten möchten. Sie wollen mehr als einfach genug zum Leben zu haben. Dr. Bock nennt sie die “Lifestyle-Arbeiter” und teilt sie in zwei weitere Untergruppen:
        • “Klassischer Lifestyle-Arbeiter” – diese Menschen wollen sich mit der Arbeit einen hohen Lebensstandard sichern. Sie möchten sich etwas leisten können. Wenn sie in den Urlaub fahren und in den Möbelhaus möchte ein klassischer Lifestyle-Arbeiter nicht auf den Preisschild schauen. Auch regelmäßiges Essen gehen sollte nicht vom Preis/Kosten abhängig sein. Das Einkommen ist ihnen sehr wichtig. Sie haben ein gutes Gefühl wenn sie sich viel leisten können und sind dafür bereit auch sehr viel zu arbeiten und für die Arbeit hohen Aufwand aufzubringen. Erfolg bedeutet sich ihr erträumtes Leben leisten zu können. Sie brauchen das für sich und nicht um andere damit zu beeindrucken. Ein Klassischer Lifestyle-Arbeiter sagt: Ich arbeite viel und ich möchte mir dafür ein tolles Leben leisten können, das macht mir Spaß – es ist mir wichtig nicht auf Preise achten zu müssen
        • “Postmoderne Lifestyle-Arbeiter” schätzen vor allem Freiheit und Flexibilität. Sie möchten ungerne durch die Zwänge die geregelten Arbeitswelt eingeschränkt werden. Die Abwechslung ist ihnen sehr wichtig. Genauso wie die Möglichkeit eigenen Interessen nachzugehen. Sie fühlen sich schlecht in den steifen Strukturen und tun sich schwer damit sich auf eine Sache festzulegen. Sich vorzustellen etwas Jahrelang machen zu müssen klingt für sie wie ein Urteil. Das Einkommen ist den auch wichtig aber erst muss das Bedürfnis nach Freiheit gestillt werden. Erfolg bedeutet selbstbestimmt und frei sein Leben zu gestalten. Er oder sie möchte unabhängig sein. Freiheit ist sein Höchster Wert. Er oder sie möchte seinen Interessen folgen und da arbeiten wo es für ihn oder sie passt. Sie mögen keine geregelte und festgelegte Arbeitsnormen. Sie wollen auf keine Organisation hören, die sagt was sie zu tun und zu lassen sollen.
    1. Die dritte Art kennen wir intuitiv sehr gut. Es sind Menschen, die den gesellschaftlichen Status sehr schätzen. Sie wollen etwas darstellen, einen guten Ruf haben und etwas gelten. Der Erfolg hat viel mit Anerkennung zu tun. Die Leute mögen Statussymbole. Sie schätzen sehr hohes Einkommen und kaufen sich dafür gerne Dinge, die sie mit Status verbinden: teuere Autos, Schmuck, private Schulen. Sehr oft ist für die Leute auch Macht und Einfluss sehr wichtig. Bei manchen kann auch sein, dass das Geld an sich ihnen nicht so wichtig ist aber der eigene Einfluss & Macht und Anerkennung spielen eine führende Rolle. Diese Gruppe nennen wir die “Status-Arbeiter”.
    2. Die weitere Gruppe bilden Menschen für die ihre Berufung am wichtigsten ist. Sie haben für sich eine Lebensaufgabe entwickelt und folgen diesem Weg. Status und Geld sind für die Gruppe nebensächlich. Die Berufung erfüllt sie und macht für sie den Sinn. Wenn sie etwas für die Berufung tun können dann machen sie das. Der Lebensunterhalt ist für die Menschen natürlich auch relevant und sie würden gerne viel Geld damit verdienen aber viel wichtiger ist es sich am besten ganz und gar mit dem Objekt eigener Berufung zu beschäftigen und auseinander zu setzen. Solange es noch etwas zum Lebensunterhalt abwirft ist es für sie OK. Sie wollen sich hauptberuflich damit beschäftigen, was sie als ihre Lebensaufgabe und größtes Interessensfeld sehen – dann sind sie glücklich.
    3. Letzte Gruppe sind die “Visions-Arbeiter”. Diese haben für sich eine Lebensvision bzw. Mission gefunden. Sie haben eigene Ziele in ihrem Berufsleben und sind damit stark identifiziert. Die Erfüllung ihrer Mission hat für sie und möglicherweise für andere Menschen einen hohen Wert. Sie wollen kreieren oder neuerschaffen, eine Spur hinterlassen (wie Steve Job bescheiden meinte, er wollte mit Apple “eine Delle ins Universum schlagen”).

Und? Erkennst Du dich wieder? Oder bist Du ein Mix aus 2-3 Typen?

Alle diese Gruppen finden wir in allen Berufen und Branchen, sowohl bei Unternehmen als auch bei den Angestellten. Keine der Gruppen ist besser oder schlechter und keine ist für bestimmte Berufsgruppe spezifisch. Ich selbst hatte als Mitarbeiter in einem Team oder sogar in meinem Vorzimmer-Team Mitarbeiterinnen die das gleiche taten. Bei gleicher Tätigkeit war die eine Existenz-Arbeiter und die andere Status-Arbeiter (du kannst dir vorstellen, dass ich dabei auch öfter als Mediator meine Führungsrolle übernehmen musste…).

Wie immer kann es sein, dass du Anteile von mehreren Typen in dir trägst – vielleicht hast du in dir unterschiedliche Motivationen im Bezug auf die Arbeit. Du wirst jedoch dich bestimmt mit einem der Typen besonders gut identifizieren können. Es ist wichtig dabei, dass du dein Ausgangspunkt – deinen wichtigsten Motiv- identifizierst. Wenn du dich in mehreren Typen wiederfindest, dann stell dir einfach die jeweilige Anteile in übertriebenen Ausprägungen vor und höre auf dich: womit könntest du nicht leben oder was zieht dich am stärksten an. Z.B. ich bin ein Mix von Klassischem und Postmodernem Lifestyle-Typ sowie von Visions-Arbeiter. Wenn ich mir aber vorstelle sehr viel Geld zu haben und meine Vision dabei verfolgen zu können ABER ich habe keine Freiheit und Selbstbestimmung oder es gibt einen Chef/Vorgesetzten, der mir sagt wie ich das mache und wann ich dabei frei nehmen darf dann ist es für mich nicht akzeptabel. Deswegen weiss ich, dass ich ein Postmoderner Lifestyle-Arbeiter bin – ich brauche die Selbstbestimmung. Die Vision und hohes Einkommen müssen dem erst folgen.

Es ist exorbitant wichtig den Ausgangspunkt zu finden. Damit hast du einen Indikator wo du passt, und wo du ggf. mit deiner Einstellung / Motivation / Fähigkeiten fehl am Platz bist. Wenn du ein Pinguin wärest dann solltest du dir als Arbeitswelt eher keinen Wald suchen wo du klettern musst um Schutz und Fressen zu finden. Dein Milieu ist Eis und viel Wasser wo du alle deine Stärken (im Wald waren das Schwächen) excellent nutzen kannst.

Wichtig ist auch, dass du zu deinem Typ und zu deinen Motiven und Bedürfnissen stehst. Akzeptiere es und lebe danach. Wenn sich die Motive oder Bedürfnisse ändern oder du neue entdeckst dann Prima – das ist die Entwicklung. Aber etwas neues oder echtes in dir kannst du nur dann entdecken wenn du auf dich hörst und auch dementsprechend handelst. Erlaube dir du selbst zu sein:

  • Wenn es für dich wichtig ist genug zum Leben zu haben dann höre auf irgendwelche fremde Ziele von Karriere, Geld oder weltbewegender Berufung zu folgen. Du brauchst es nicht und muss dabei kein schlechtes Gewissen haben. Arbeite dort wo der Job für dich angenehm ist, Geld abwirft und du dich wohl mit den Menschen fühlst. Und wenn du dich außerhalb der Arbeit Entwickeln, Realisieren oder in die Sonne schauen willst dann tue es – es ist gut so.
  • Wenn dir ein gutes und angenehmes Leben wichtig ist und du dir etwas leisten willst dann akzeptiere keine Jobs die es aus finanzieller Sicht nicht liefern können. Hast du Träume, die finanzielle Kapazitäten voraussetzen dann arbeite dran deine finanzielle Situation zu verbessern. Investiere in deine Fähigkeiten und Expertise sowie Netzwerke. Erweitere stetig deine Kompetenzen und den Verantwortungsbereich. Kümmere dich um Beförderung wenn es für dich wichtig ist.
  • Wenn du der Freiheit- und Selbstbestimmung Anhänger bist dann macht es keinen Sinn sich in Jobs zu quälen, die Einschränkungen von dir abverlangen. Finde heraus in welchen Berufen mit deinen Fähigkeiten du die Freiheit in deiner Form ausleben kannst. Oder erschaffe selbst einen Beruf in dem du ein Business aufbaust wo du alles nach deinem Ermessen gestalten kannst. Nimm dir einen Coach oder erfahrenen Mentor zur Seite und plane es und vor allem … geh in die Umsetzung, auch mit kleinen Schritten aber fang an umzusetzen. Kleine Umsetzungsschritte geben dir viel mehr Erfahrung und Selbstbewusstsein als monatelange Recherche und theoretische Vorbereitungen
  • Steh dazu wenn dir Status wichtig ist. Du kannst ruhig das eventuelle schlechte Gewissen weg lassen. Solange du niemanden anderen schadest oder erniedrigst ist es nichts schlimmes daran am Status oder Einfluss interessiert zu sein. Baue deinen Einfluss konsequent aus. Halte Ausschau nach den Chancen und nutze sie für deine Karriere und Position.
  • Deine Berufung ist dein Leben also lehne Kompromisse ab, die dich von deiner Berufung abbringen. Lass deine Berufung zum zentralem Punkt in deinem Leben werden und lasse dich auf Tätigkeiten ein, die dich dahin führen. Wenn es noch langer Weg ist um deine Berufung zu leben (Qualifikationen, andere Voraussetzungen, Lebensumstände, etc.) dann mache dir ein Plan wie du dahin kommen kannst und fange direkt mit konkreten Aktivitäten an um den Plan zu realisieren. Was kannst du schon heute (auch wenn es winziger Schritt ist) für deine Berufung TUN?
  • Du bist ein Visionär oder du hast deine persönliche Vision für dich und dafür was du auf die Beine stellen willst. Nutze alle deine Ressourcen dafür deine Spuren zu hinterlassen. Nutze deine Kreativität, deine Stärken, dein Netzwerk und sammle Mut und Energie für dein Ziel. Lass dich nicht einschüchtern und höre nicht auf Menschen, die dich nicht verstehen. Lass dich nicht von ihren Ängsten beeinflussen. Spreche und tausche dich mit Menschen aus, die deine Vision verstehen und unterstützen. Gib alles für dein Vorhaben aber so, dass du dich selbst nicht gefährdest. Beim Sport ist die Regenerationsphase genauso wichtig wie die Belastungsphase. Der Leistungszuwachs passiert in der Regenerationsphase. Auf die Balance kommt es an. Achte auf die Erholungsphasen und nutze sie für dich und deine Vision als Zeit für Kreativität (die besten Ideen sind nur einmal unter der Dusche zu uns gekommen ;-))

Meine persönliche Selbsteinschätzung

Ich persönlich finde mich am stärksten im Typ “Postmoderner Lifestyle-Arbeiter”. Das habe ich aber tatsächlich erst durch Arbeit an mir und durch das Coaching reflektiert. Früher lebte ich stark im Modus “Klassischer Lifestyle-Arbeiter”. Es passte soweit – es hat sich auch so als der “vernünftiger” Weg entwickelt. Die finanzielle Sicherheit und sich etwas mehr leisten zu können ist mir nach wie vor wichtig. Ich mochte gerne nicht immer auf die Preise schauen zu müssen. Ich will mir grundsätzlich keine große Gedanken über das Geld machen zu müssen. Das alles stimmt.

Und trotzdem war ich zeitlang unglücklich. Ich habe mich wie “im falschen Film” gefühlt – es war irgendwie nicht mein Leben und ich habe das viele Geld eigentlich nicht großartig wertgeschätzt. Es war da, aber ich hatte das Gefühl ich kann mir dafür nichts kaufen was mich glücklicher macht – im Gegenteil, immer stärker war das Gefühl da, dass dieses viel Geld mit einem sehr hohen Preis (Arbeitsaufwand und damit verbundene Einschränkungen) gekauft wurde, was mir nicht wert war.

Als ich verstand, dass die Freiheit und Selbstbestimmung für mich am allerwichtigsten sind habe ich mich getraut mein Leben danach auszurichten (Coaching Ausbildung, Netzwerken, Planung, Finanzplan, Selbständigkeit, etc.). Es folgten die Taten, die mein Leben in Richtung Postmoderner Lifestyle weiterentwickeln sollen. Und das hat mich glücklich gemacht. Ich habe immer noch das Einkommen stark im Visier und plane das auch mit dem Selbstbestimmter Arbeitsweise wieder zu erreichen, aber das Geld und finanzielle Situation haben definitiv nicht mehr das Prio 1 in meinem Leben. In dem Moment wo ich mich “befreit” habe (habe angefangen auf mich zu hören) kam dazu noch ein interessanter “Neben”-Effekt dazu – ich habe meine “Vision” gefunden, diese entwickelt sich noch und ist nicht spruchreif aber durch echte Änderungen in meiner Arbeitsweise und dadurch, dass ich mein Leben lebe und mein echtes Potenzial entfalte nimmt eine Vision für mein Lebensziel ein konkretes Gestalt und das ist eine unheimliche Motivation um weiter zu machen.

Finde auch Du deine Motive und sei dir deinen Bedürfnissen bewusst und stehe dazu.

Du hast verdient dein eigenes Leben zu leben.

Das wünsche ich dir hier auch vom ganzen Herzen

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Komfortzone verlassen

Wie kann ich meine Komfortzone verlassen

Ein persönliches Fall-Beispiel auf Basis meines Übergangs in die Selbstständigkeit

Heute ist der 07.09.2021. Es ist Dienstag und der Anfang der aller ersten “regulären” vollen Woche meiner Selbständigkeit. Seitdem 01.09. bin ich bei Volkswagen AG freigestellt. Ich hatte schon seit Ende Juli Urlaub im meinem Angestelltem Job aber tatsächlich habe ich die Zeit überwiegend für Erholung, Treffen mit Freunden und Familie sowie für eine Menge organisatorischen Kram genutzt.

In den letzten Tagen ist in der Tat mein lange erträumter und lange nicht gewagter Traum in Erfüllung gegangen. Ich habe mich selbständig gemacht (ich kann das immer noch kaum glauben)!

Ich habe mich dazu entschlossen eine Blog-Serie mit dem Überschrift “Ex-Manager macht sich selbstständig, Backstage-Story” zu schreiben und dazu gibt es zwei Gründe:

  • Es ist ganz der Anfang aber es ist so wahnsinnig viel passiert. Ich kann mir schon manchmal kaum an diverse Ereignisse selbst erinnern. Und ich möchte auch für mich die wichtigsten Erkenntnisse festhalten – quasi wie in einem Tagebuch.
  • Ich will für euch Klarheit schaffen und euch so nah wie möglich an den Prozess der Selbständigkeit bringen. Vielleicht sind manche von euch in der selben Phase oder sind noch am überlegen etwas zu gründen. Ich möchte, dass ihr aus meinen Fehlern und Erfolgen auch selbst lernen könnt.

Uff... die Selbständigkeit ist eine abenteuerliche Reise...

Es ist so viel passiert aber das wichtigste, was mich am meisten berührt hat, waren die Momente wo ich (als hard-core introvertierter und eher ein schüchterner Mensch) angefangen habe meine Komfortzone zu verlassen und wo ich mich für die Welt, Menschen, Möglichkeiten mit meiner Persönlichkeit geöffnet habe. Nicht nur, dass ich an der Außenwelt interessiert war (das war ich schon immer) aber ich habe mich als Person mit meinen Meinungen und meinem Standpunkt und meiner Geschichte vorgestellt. Ich war stolz auf mich und darauf was ich zu sagen habe – Eine der tollsten Entwicklungen in meinem Leben.

Ich war so sehr gehemmt und blockiert diesen Schritt zu machen. Und aus heutiger Perspektive keine der Schwarzmalerei-Szenario ist eingetreten. Nur positive Dinge sind passiert, ich habe schönes Feedback bekommen, habe mein Selbstbewusstsein deutlich gesteigert. Nicht alles hat so funktioniert wir ich mir erhofft habe, aber es hat mir einfach nur Hinweis geliefert was ich beim nächsten Mal besser machen kann.

Heute mache ich mir deutlich weniger Gedanken was die anderen denken könnten – ich habe immer mehr Spaß an Experimenten mit offenem Ergebnis. 

Wie war das denn für mich?

KOMFORTZONE VERLASSEN

Der wichtigste und spannendste Teil meiner Reise.


Warum so wichtig?

Ich bin überzeugt vor allem durch Verlassen der Komfortzone können wir wachsen und uns weiterentwickeln. Das ist essenziell für den Fortschritt. Ich bin in die Selbständigkeit gegangen nicht um reich zu werden (kommerzieller Erfolg ist mir sehr wichtig aber nicht das Prio1 – Geld hatte ich vorher mehr als genug) sondern um mich selbst als Person auf anderes Level zu bringen, das Leben so führen wie ich es möchte und mit meinem Wissen und Empathie Menschen helfen sich selbst besser zu verstehen damit sie ihre persönliche Entscheidungen besser treffen können und im Umgang mit anderen Menschen erfolgreich sind. Dazu muss ich wachsen. Um das zu erreichen:

  • muss ich es kommunizieren,
  • muss ich mich als Person und mein Angebot nach außen bringen
  • muss ich mich als Marke definieren und positionieren
  • muss ich mich trauen zu mir zu stehen
  • muss ich mich trauen meine alte Sicherheit und klare Umgebung verlassen
  • muss ich Menschen zu mir überzeugen
  • muss ich Tätigkeiten ausüben und öffentlich machen die ich vorher nie getan habe (Blog, Podcast, Beiträge in Social Media)
  • Muss ich auf die Menschen zugehen
  • Muss ich mir mein Marketing für mein Personal Brand überlegen (auch wenn du hier externe Hilfe nutzen kannst ist es am Ende dein Gesicht und dein Profil da draussen).

Das alles ist wichtig und notwendig und für mich als Person erstmal neu. Es kostet mich gewisse, manchmal sehr starke, Überwindung den Weg zu gehen. Nur ohne es zu wagen werde ich es auch nie lernen und dann ist der Wachstum irgendwann, sehr schnell, zu Ende. Also …. Ich mach es step-by-step.


Warum ist es spannend?

Die Überwindung macht mit doch so ein großen Spaß – zumindest wenn ich schon den ersten Schritt gemacht habe und es kein Zurück mehr gibt.

Ich habe mich schon lange nicht mehr so sicher und energiegeladen gefühlt. Warum?

Weil jedes Mal wenn ich mich überwinde und die Komfortzone verlasse gewinne ich im Gegenzug eine Portion Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein. 

Jeder einzelner Versuch macht mich stärker und besser gelaunter. Auch die weniger gelungene Versuche machen mich stärker, da ich daraus wirklich lerne und sofort erkenne was ich beim nächsten Mal besser machen kann. Ich hätte es nie vorher gedacht aber so läuft das bei mir.

Die eigene Probleme und Herausforderungen selber zu lösen ist das stärkste Mittel um eigenes Selbstbewusstsein zu stärken.

Und noch zu guter Letzt, ich treffe auf dem Weg Menschen die mich inspirieren und das ist mittlerweile fast Alltag geworden – I love it!


Coaching Input

Wenn du Probleme hast deine Komfortzone zu verlassen dann kennst du bestimmt alle mögliche Risiken und Gefahren die damit verbunden sind. Du weiss instinktiv (übertrieben) was alles schief gehen kann – daran sind wir evolutionär bedingt sehr gut trainiert.

Wenn du aber trotzdem dich da raus bewegen willst stelle dir folgende Fragen:

STEP 1.

? Was geht mir verloren wenn ich es nicht tue ?

? Was verliere ich durch das bleiben beim Status-Quo ?

? Was kann ich lernen wenn ich aus der Komfort- in eine Lernzone komme?

? Welches Wachstumspotenzial hätte ich wenn ich in einer Wachstumszone gehe ?

? Woran würde meine beste Freundin/Freund, Chef oder PartnerInn merken, dass ich gewachsen bin?

Lass dir Zeit, gehe in dich spüre und denke drüber nach UND … 

STEP 2.

Schreibe es auf, bitte! Es ist banal aber sehr wirksam wenn du dir diese positiven Argumente aufschreibst. Damit verankerst du sie stärker in deinem Unterbewusstsein und das hilft dir den Weg in Wachstum zu gehen.

STEP 3.

Wenn Du die Wirkung noch verstärken möchtest, dann tue heute/sofort etwas ganz konkretes um aus der Komfortzone rauszugehen – tue es einfach und erinnere dich was du dadurch gewinnen kannst!

Das verlassen der Komfortzone heißt auch, sich zu offnen:

  • – für neue Situation
  • – für neue Menschen
  • – für neue Möglichkeiten

Für mich brachten die letzten Tage eine Wasserfall an unglaublich schönen und unerwarteten Begegnungen und Erfahrungen:

  • ich habe meine ersten Beiträge gepostet – mein erster Beitrag ist für meine Verhältnisse durch die Decke gegangen (nach einer Woche knapp 10.000 Views auf LinkedIN)
  • Menschen, die mich gar nicht kennen haben angefangen mir ihre Geheimnisse anvertrauen
  • Menschen melden dich bei mir und wollen mich kennenlernen
  • Ich habe wirklich ganz tolle Menschen wirklich getroffen, mit den ich auf einmal wie mit altem Freund über Gott und die Welt gesprochen habe

Und das alles nur nach ca. Zwei Wochen in den ich aktiv mich geöffnet habe und mein neues Leben lebe.


Meine wichtigste Erkenntnis aus dieser Zeit ist

Traue dir zu Du selbst zu sein und sei du selbst auch wenn es erstmal Überwindung kostet. Mit jedem versuch bin ich stärker und es öffnet sich für mich langsam das Leben, dass ich schon immer leben wollte.

Das wünsche ich dir auch.

Beste Grüße und bis zum nächsten mal

Lukasz

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Buchrezension – Burnout

"Burnout kommt nicht nur vom Streß"

Meine Zusammenfassung eines wunderbaren Buches von Frau Myriam Prieß

Letztes Jahr (2020) war schwierig für alle. Corona hat angefangen und die Lock-Downs sind durch Europa gezogen.

Bei mir beruflich ging es auch hoch und runter. Ich habe nach acht Jahren die Volkswagen Motorsport GmbH verlassen und zu VW Nutzfahrzeuge als Abteilungsleiter für R&D-Controlling gewechselt. Es war Sommer und ich bin wie immer mit Tatendrang, Motivation und Optimismus auf die neue Arbeit zugegangen. Es hat aber keinen Spaß gemacht. Überhaupt nicht. Durch Corona waren die persönlichen Kontakte unmöglich, die Arbeitsinhalte begeisterten mich wenig und die Organisation des Großunternehmens war kein Milieu in dem ich mich erfüllt fühlte. 

Die Erfüllung fehlte mir schon länger, auch vor dem Wechsel. Ich wusste schon länger, dass es für mich Zeit ist für einen Wechsel oder Weiterentwicklung.

Leider war die Arbeit bei VWN nicht meine Erfüllung und das habe ich über die Monate klar und deutlich festgestellt und auch gespürt. Mir ging es wirklich nicht gut. Irgendwie habe ich meine Freude am Arbeiten und die gute Laune verloren. Ich war aggressiv und ungeduldig geworden. Ich hatte Schlafprobleme und immer mehr freute ich mich über ein oder zwei Gläser Rotwein unter der Woche und mehr am Wochenende.

Dazu kamen auch andere negative Veränderungen und Erlebnisse bei den mir die Alarmglocken angingen. Ich dachte, oh Wow! Was ist mit dir los? Das kannte ich nicht von mir. Ich war immer stets optimistisch und freute mich überwiegend auf meine Arbeit und Aufgaben. Ich hatte nie diese starke “Fucking Montag” oder “Hoch die Hände Wochenende”.

Das alles war jetzt weg und wurde ersetzt durch ein Gefühl: “na hoffentlich sind die nächsten drei Tagen schnell vorbei – könnte nicht schon Donnerstag sein?” Und da dachte ich – das ist doch meine Lebenszeit! Diese drei Tage ist mein Leben, wieso wünsche ich mir, dass es schnell vorbei ist!

Die Anzeichen gingen für mich in die Richtung Burnout oder sowas in der Art. Ich wollte aber zu dem Zeitpunkt nicht zum Arzt gehen. Ich wusste, dass ich sehr gut reflektiert bin und auch meine Emotionen auch sehr gut lesen kann. Ich habe mir vorgenommen rechtzeitig die Handbremse zu ziehen. Ich habe auf mich aufgepasst. 

Ich habe mich hier und da mit Menschen unterhalten, die entweder Burnout (mit Arbeitsausfall) durchgemacht haben oder ähnliche Belastungssymptome hatten wie ich, oder Menschen in ihrer Umgebung darunter litten. Dabei ist mir ein Buch in die Hände gekommen, dass ich mir als Hörbuch über Audible angehört habe. Das Buch wurde von Frau Dr. Mirriam Prieß geschrieben und trägt ein Titel “Burnout kommt nicht nur vom Streß. Warum wir wirklich ausbrennen”.

Das ist die beste Erklärung des Burnout-Syndroms, die ich je irgendwo gehört habe. Und darüber hinaus die beste Zusammenfassung darüber wie wir funktionieren und interagieren. Vieles deckt sich damit was ich in anderen Büchern unter gleichen oder ähnlichen Namen auch schon gelesen habe. Hier war das sehr schön strukturiert, nachvollziehbar und mit vielen Beispielen im Kontext Burnout auf den Punkt gebracht.

Das Buch bestätigte mir, was ich schon immer intuitiv wusste, dass das Ausbrennen definitiv nicht von Umfang der Arbeit oder Streß kommt. Und sie gibt die verständliche und nachvollziehbare Antwort woher es kommt. 

Frau Prieß erklärt auf eine wunderbar einfache Weise den Weg ins Burnout. Sie Teilt den Prozess grundsätzlich in vier Phasen (sie nennt es Vier-Phasen-Modell):

  1. Die Alarmphase
  2. Die Widerstandphase
  3. Die Erschöpfungsphase – Beginn des Burnouts
  4. Der Rückzug

Mit dem Ziel der Prävention, damit wir “normale” Leser uns ggf. in jeder Phase wiederfinden können, beschreibt sie jede Phase auf vier verschiedenen Ebenen:

  1. auf gedanklicher Ebene
  2. Auf der Körperebene
  3. Auf der Ebene der Gefühle
  4. Auf der Verhaltenseben

Das hat mir geholfen mich in den Phasen zu finden und auszuschliessen welche Symptome ich noch nicht habe (und nicht haben will).

Das Vier-Phasen-Modell kann man in diversen Situationen anwenden. Folgende Anwendungsbereiche sind möglich:

  • Konflikte in der Partnerschaft
  • Teamentwicklung
  • Organisationen oder größere Systeme
  • Der Innere Dialog mit sich selbst
  • Interaktionen zwischen zwei beliebigen Personen (Chef – MA, Kollege-Kollege, etc.)

Weiterhin gibt Frau Dr. Prieß in dem Buch uns ein weiteres Modell auf die Hand mit dem wir unsere Situation gut reflektieren können. Mit dem Werkzeug können wir uns vor die Augen führen wo im unseren Leben eventuell wir etwas tun können, um dem Ausbrennen zu entkommen. Sie spricht vom Käfermodell. Es ist eine Metapher in der unser Leben ein Käfer auf sechs Beinen ist. Die Funktionstüchtigkeit der Beine entscheiden darüber, wie gut es im Leben läuft. Die wichtigsten Lebensbereiche sind:

  1. Beruf
  2. Familie/Partnerschaft
  3. Glaube/Spiritualität
  4. Individualität/Hobby
  5. Gesundheit
  6. Soziale Kontakte

Wenn du in den sechs Bereichen im Dialog bist (was das heißt erfährst nach der Buchlektüre) und du in jedem Bereich da stehst, wo du stehen willst, dann bist du weit vom Burnout entfernt.

In dem Buch beschreibt Frau Dr. Prieß, zusätzlich, folgende Bereiche:

  • Was ist Streß nach ihrer Definition
  • Wie kommt es dazu, dass wir uns Streß “machen” – die innere Realitäten
  • Sie geht darauf ein welche Persönlichkeitseigenschaften höhere Tendenz zum Burnout haben
  • Welchen Einfluss auf Ausbrennen unser Umgang mit Emotionen hat
  • Sie zeigt deutlich welche Körpersymptome und Psychosomatische (Angst, Panikattacken, etc.) Symptome öfter bei ihren Burnout-Patienten vorkommen
  • Sie weisst drauf hin welche Schutzmechanismen (Kompensation, Ablenkung, Verdrängung, Projektion, Idealisierung) eine Rolle beim Entstehen des Burnout spielen
  • Sie geht auf die Thematik Burnout in Unternehmen ein. Welche Folgen es hat und wie ist der übliche Verhaltensmuster sowie die Zusammenhänge in den Organisationen
  • Sie erklärt welche Rolle unsere Prägungen (Erfahrungen, Schutzmechanismen, Überzeugungen, Verhaltensmuster aus unserer Kindheit) in einem Burnout spielen
  • Und zu guter Letzt gibt sie einige Impulse dafür wie wir mit den betroffenen Personen umgehen können
  • Das alles schmückt sie mit ganz vielen, sehr anschaulichen Beispielen aus ihrer Praxis. Jeder findet dort entweder sich selbst oder jemanden, dem er schon begegnet hat. Es sind sehr viele Beispiele und die gesamte Sprache des Buches ist einfach und verständlich.

Für mich als Führungskraft, Vater, Partner in einer Beziehung, Mitarbeiter, Coach, Berater, Mensch war das eine absolut zeitlose Lektüre. Was dort steht ist universell und kann in sehr vielen Situationen angewendet werden. Dieses Buch hat mir geholfen mich selbst besser zu verstehen und zwar nicht nur in der letzten schwierigen Zeit bei der Arbeit sondern vor allem habe ich viele meine Handlungen und unangenehme Gefühle aus vielen vielen Vorjahren besser verstanden. Darauf basierend habe ich einige Muster und Verhaltensweisen bei mir reflektiert und geändert.

Hätte ich das Buch früher, hätte ich auch anders mit einer oder anderen Situation mit meinen Mitarbeitern umgegangen – schade, dass ich es so spät in die Hände bekam.

Für wen ist das Buch:

  • Mitarbeiter
  • Führungskräfte und Manager
  • Unternehmer
  • Eltern
  • Paare
  • Jeder der sich oder andere besser verstehen möchte

Die Lektüre lohnt sich. Auch wenn Du selbst nicht betroffen bist. Vielleicht kannst Du diese Erkenntnisse nutzen um jemanden aus deinem Freunden oder Familienkreis zu helfen. Ich kann es nur empfehlen.

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Selbstbewusstsein stärken

Die „Wie kann ich mein Selbstbewusstsein stärken und mich besser kennenlernen Methode“

„Und noch eine Frage Herr/Frau Schmidt: Was sind Ihre Stärken? Können Sie uns beschreiben, was Sie besonders auszeichnet? Woran sind Sie besonders gut?”

„Und noch eine Frage Herr/Frau Schmidt: Was sind Ihre Stärken? Können Sie uns beschreiben, was Sie besonders auszeichnet? Woran sind Sie besonders gut?”

So oder so ähnlich wirst du in den meisten Einstellungs- oder Potenzialinterviews von den Führungskräften oder HR-Mitarbeitern gefragt. Auch du selbst – ob nun bewusst oder im Unterbewusstsein – stellst dir oft dieselben Fragen, nur in einem vielleicht anderen Kontext:

  • wenn du dich beruflich umorientieren willst.
  • wenn du deinen inneren Dialog führst und dir überlegst, was du eigentlich besonders gut kannst.
  • wenn du gerade einen schlechteren Tag hast und grübelst und grübelst.
  • wenn du dich mit anderen vergleichst und die Vorzüge, Stärken und Besonderheiten bei anderen Menschen siehst.
  • wenn du dich selbstständig machen willst und nach dem passenden Markt oder einer Nische, die du bedienen könntest, suchst.
  • und und und….

Das Problem ist aber: Wenn du so an dich denkst, wird dir in diesem Moment nichts Besonderes einfallen.

Du hast vielleicht tatsächlich zwei bis drei Dinge dazu im Kopf, die du mehr oder weniger gut beschreiben kannst, wenn du kreativer bist. Sehr oft allerdings haben wir Schwierigkeiten damit:

  • unsere Stärken zu benennen.
  • unsere Stärken zu spezifizieren – damit sie für uns individuell ausgedrückt sind.
  • daran wirklich zu glauben und zu akzeptieren, dass es tatsächlich unsere Stärken sind.

Wenn du Talent zur Selbstvermarktung besitzt, dann fällt dir das leichter. Aber wenn du der „Selbstverkäufer” bist, der sich in 163 Superlativen beschreiben kann und auch davon überzeugt ist, dann ließt du wahrscheinlich diesen Artikel nicht ;-).

Ich habe dieses Schema bei unzähligen Kandidaten in den Job-Interviews sowie bei Mitarbeitergesprächen beobachtet. Jeder wusste, dass die Frage nach den Stärken kommt – und doch hatten die wenigsten dazu eine wirklich persönliche und überzeugende Antwort parat.

Und immer wieder hat es sich bei den Kandidaten als extrem positiv in der Interview-Bewertung ausgewirkt, wenn sie ihre Stärken spezifisch und authentisch beschreiben konnten. Wenn wir mit dem HR-Partner gesehen haben, dass sich der Kandidat(*in) selbst gut kennt, reflektiert ist, und dieses ausdrücken kann, war es IMMER ein sehr starkes PRO-Argument bei der Kandidatur.
Sehr oft spielte die Authentizität und Reflexion eine größere Rolle, als die Inhalte der Stärke selbst. Auch ich selbst, vor allem in der Vorbereitung auf die eigene Selbstständigkeit, kam zu dem Punkt, an dem ich meine Besonderheiten, Stärken, SuperPower, Triumphe, etc. beschreiben wollte. Und es fiel mir nicht leicht. Es war aber essenziell für mich, all dieses zu definieren.

Warum? Wenn du deinen Markt, deine Nische suchst, dann solltest du dich gut kennen und deine Wettbewerbsvorteile nutzen. Denn deine persönlichen Wettbewerbsvorteile sind genau deine persönlichen Stärken – ich nenne sie hier weiter SuperPower. Diese nämlich geben dir den Hinweis, worauf du deinen Fokus richten sollst. Diese zeigen dir, was dir vielleicht leichter gelingt, als anderen oder wo du deutlich besser sein kannst, als der Durchschnitt. Wenn du sie kennst dann:

  • steigert sich dadurch dein Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen. Du hast schließlich das Potenzial und du kannst es benennen – also auch nutzen.
  • fällt es dir leichter, Entscheidungen (Nische, Job, Firma, Weiterbildung, etc.) zu treffen, die wirklich zu DIR passen.

Die Methode

Ich habe mich viel mit meiner SuperPower beschäftigt. Und ich fand eine Methode, die verblüffend EINFACH, extrem WIRKSAM und 99,123% objektiv ist, um meine SuperPower zu identifizieren. Diese habe ich angewendet und als Ergebnis bekam ich:

  • extrem wertvolle Informationen und Ideen für meine weiteren Geschäftsentscheidungen
  • 3,5 Tonnen Selbstvertrauen
  • ein super tolles Gefühl
  • Aspekte, auf die ich selbst nie geachtet habe

Die Methode ist einfach:

1. Definiere zehn bis 20 Personen (je mehr desto besser, aber bis 20 erfüllen das Ziel) in deiner Umgebung, die dich kennen: Und zwar von „sehr gut“ bis „ein bisschen”. Das können zum Beispiel folgende Gruppen sein:

  • Sehr gute, langjährige Freunde
  • Freunde und „Kumpels”, die vielleicht nicht die ganz engen Vertrauten sind, aber mit denen du Zeit verbringst
  • Partnerin/Partner
  • Vorgesetzte, wenn der Kontakt es erlaubt. Außerdem ist es eine der grundlegenden Führungsaufgaben, Feedback geben zu können
  • Arbeitskollegen/Kolleginnen
  • Kunden, Geschäftspartner
  • Bekannte, z.B. aus dem Verein, Trainer, Lehrer, Menschen, die du über Kinder kennengelernt hast, etc.
  • Familienmitglieder. Eltern würde ich hier ausklammern, da sie naturgemäß eher weniger objektiv sein könnten

Suche dir Menschen, mit den du nicht unbedingt in starker Konkurrenz stehst. Eltern würde ich auch hier wegen der fehlenden Objektivität rausnehmen.

2. Schreibe diesen Personen eine persönliche Nachricht (Brief, Videobotschaft, Mail, Messenger, etc.). Ich glaube am persönlichsten wäre ein Brief oder eine Videobotschaft, aber es muss nicht unbedingt sein. Ich persönlich habe 15 Personen über Mail angeschrieben und von allen habe ich Rückläufe bekommen.

3. In dieser Nachricht bittest du die Menschen um ein Feedback zu dir als Person. Du möchtest erfahren:

  • was ist deine SuperPower?
  • welche positiven Eigenschaften zeichnen dich besonders aus?
  • wofür schätzen sie dich oder bewundern sie dich am meisten?
  • was kannst du besonders gut womit du dich von anderen positiv unterscheidest?
  • was macht dich einzigartig?

Je nachdem was dein Ziel ist, kannst Du die Frage(n) ein wenig spezifizieren. In meinem Fall wollte ich z.B. meine SuperPower erkennen, um mich auf meine Selbstständigkeit vorzubereiten. Ich suchte nach meinen persönlichen USP‘s, die mir einen Wettbewerbsvorteil bei der Bildung meiner Personal Brand verschaffen. Ich suchte nach Eigenschaften, die ich im Aufbau meiner Marke, meiner Leistungen und Produkte am effektivsten einsetzen kann. Das habe ich auch als Hintergrund und in einer der Fragen formuliert.

Wichtig ist, dass du folgendes erklärst:

  • Du möchtest hier nur das Positive hören.
  • Erkläre, dass du gerade an deinem Stärkeprofil für dein Ziel XYZ (z.B. Jobinterview, oder einfach bessere Selbstreflexion, oder Planung der Selbstständigkeit, etc.) arbeitest.
  • Sie sollen dir nicht sagen, worin du besser sein solltest, sondern sich wirklich nur auf das Positive und Besondere bei dir fokussieren. Das wird nicht bei jedem klappen. Vor allem die sehr guten Freunde halten sich nicht dran, aber sie kennen dich einfach sehr, sehr gut und trauen sich was 🙂
  • Gib den Leuten Zeit, um zu antworten. Sie brauchen das, um sich wirklich über dich Gedanken machen zu können. Setze jedoch einen groben Zeitraum von zwei bis drei Wochen, weil sie (A) sonst nie damit anfangen und (B) du einen Grund hast, nach diesem Zeitpunkt einmal nachzuhaken.

4. Sammle die Rückläufe und bedanke dich sehr herzlich bei deinen Menschen für das tolle Geschenk.

5. Du wirst wahrscheinlich Antworten über unterschiedliche Kanäle bekommen (Mails, Messenger, ggf. Telefon, etc.) also sammle die Ergebnisse an einem Ort. Dazu kannst du folgende Formen nutzen:

  • Tabelle (Excel, Numbers, etc.)
  • Mindmap
  • Andere Grafische Darstellung

Ich persönlich finde, dass sich Mindmap dafür sehr gut eignet, da du dir die Eigenschaften grafisch gut merken kannst. Es belebt deine rechte (kreative) Gehirnhälfte und wird besser im Unterbewusstsein gespeichert. Du kannst dort die Eigenschaften gut clustern und daraus ggf. weitere Schlüsse ziehen.

6. Betrachte das Gesamtbild und freue dich über die Ergebnisse – ENDE.

Ich bin mir sicher, dass es eine grandiose Selbsterfahrung mit sich bringt, wenn du diese Methode angewandt hast. Viele Dinge hast du schon geahnt – sie werden jetzt noch bestätigt und vielleicht in einen neuen Kontext gebracht. Aber es kommen definitiv Elemente dazu, die für dich nicht so bedeutsam oder nicht präsent waren. Diese Methode hat viele Vorteile und hier habe ich die wichtigsten für mich aufgelistet:

  • Du bekommst ein qualifiziertes, objektives und POSITIVES Feedback. Natürlich hast du auch Schwächen, aber darum geht es hier gar nicht, wir wollen deine Stärken benennen.
  • Du bekommst eine extreme Dosis an Selbstvertrauen und stärkst dein Selbstbewusstsein. Durch den Spiegel von außen kann dein innerer Kritiker gegen diese Stärken nicht arbeiten.
  • Alles was du bekommen hast, ist wahr, da die Leute dich so wahrnehmen. Und genau das zählt.
  • Du wirst dich danach besser kennen und die neuen Erkenntnisse werden eine Coaching-Wirkung auf dich haben, da du mit den neuen Ressourcen, die du gesammelt hast, weiter arbeiten wirst.
  • Es kann passieren, dass Anteile in dir, die du bisher eher als Schwäche gesehen hast, auf einmal zu Stärken werden (z.B. „Schwäche”: Konfliktaffin oder Sensibel = Stärke: Umsetzungsstark oder Emphatisch).
  • Du stärkst deine Beziehung zu deinen „Feedback-Gebern”, denn
    • sie merken durch die Anfrage, dass du ihnen vertraust.
    • sie werden dich besser betrachten und bewerten, da sie sich in Bezug auf dich nur auf das Positive fokussiert haben (Energie folgt der Aufmerksamkeit).
    • du wirst erkennen, welche „Fans” und tolle Menschen du um dich herum gesammelt hast.

Ich wünsche dir viel Spaß mit der Übung. Sie ist nur dann wirksam, wenn du sie wirklich auch UMSETZT. Aber vorsichtig: Sie könnte auch dein Leben (positiv) verändern – also warte nicht zu lange und fange jetzt an, sonst vergisst du den Artikel und die Möglichkeit, dich besser kennenzulernen.

P.S. Zu meiner SuperPower gehörte:

  • Zuhören und sich in andere hineinversetzen ohne zu werten
  • Verbindung von Management-Skills, analytischem Denkvermögen mit Coaching Qualitäten
  • Die Fähigkeit, Menschen zu inspirieren und zu befähigen
  • Zu eigenen „perfect imperfections” stehen, wie bei mir der Akzent in der deutschen Sprache.
  • Vertrauen aufbauen und ein sehr guter Gesprächspartner sein
  • Die Fähigkeit, sich zu wandeln, permanent zu entwickeln und die anderen damit zu inspirieren
  • Mut und Selbstsicherheit
  • Sehr gute Selbstreflexion und Gelassenheit

BRAUCHST DU HILFE?

Falls du eine Vorlage für die Mail/Nachricht an deine Freunde oder Bekannte brauchst, dann schreibe mir einfach eine Mail, idealerweise mit dem Grund warum du deine Stärken ermitteln möchtest. Ich erstelle für dich einen Vorschlag basierend auf deinem Anliegen und meiner Erfahrung.

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